Das streben nach Perfektion ist der schlimmste Feind eines guten Songs


Hier findest Du 6 kleine Tipps und Tricks die ich im Laufe der Zeit in meiner Tätigkeit als Songwriter & Produzent gesammelt habe

Ein Country Gitarrist der seine Gitarre hält

6 Tipps für einen gelungenen Song

1. Fang einfach an zu schreiben

Ja ich weiß, es ist leichter gesagt als getan. Es stellen sich auf einmal sehr viele Frage . Vor allem, worüber soll ich schreiben? Egal was Du machst, versuche immer authentisch zu sein. Verfasse Deine Emotionen in Worte. Versuche nichts fiktives zu schreiben. Das Leben schreibt die besten Geschichten und die besten Songs. Schreib über eine verflossene Liebe, über einen geliebten Menschen der gegangen ist. Schreib über Freundschaft, Party, Exzesse die Du erlebt hast. Versuche Deinem Leben eine Stimme zu geben und trage diese nach außen. Ganz wichtig dabei ist, bewerte das geschriebene nicht sofort. Schicke Deine Ideen Deinen Freunden oder der Familie um Dir Feedback einzuholen. Oder lasse es , wenn Du meinst das es fertig ist, erst mal liegen und schau nach 1- 2 Tagen noch einmal drüber.

2. Lege regelmäßige Pausen ein

Um einen freien und klaren Kopf zu behalten sind regelmäßige Pausen sehr wichtig. Sitz man zu lange an einem Projekt und zerbricht sich den Kopf, wird man früher oder später, ich nenne es gerne „ Gehörblind„. Solltest Du also merken, Du kommst nicht mehr weiter, lege eine Pause ein. Geh raus, mach irgendetwas, was den Kopf nicht so anstrengt und setzte Dich dann wieder an Dein Projekt.

3. Frage Freunde und Familie nach Feedback

Musiker leben davon, Menschen mit ihrer Musik zu begeistern. Ständiges Feedback ist meiner Meinung nach das Wichtigste an der ganzen Sache. Frage Deine Freunde oder Deine Familie, ob sie Dir Feedback geben können. Aber am allerbesten ist es, wenn Du jemanden um Feedback bittest, der Dir gegenüber völlig Neutral dar steht und bestenfalls mit Musik nichts zu tun hat, außer sie zu hören. Das ist am Ende nämlich Dein Publikum.

4. Höre Musik

Einfach mal hinsetzten, Kopfhörer ins Ohr oder die Anlage aufgedreht und bewusst Musik hören . Du kannst Dich unheimlich von Deinen Lieblingskünstlern beeinflussen lassen. Klar, das ist jetzt nichts Neues, aber es bringt Dich wirklich weiter. 

5. Sei immer und überall aufnahmebereit

Man weiß nie in welcher Situation in unserem Alltag eine zündende Idee kommt. Mir passiert das z. B. ständig kurz vorm Schlafen gehen, also immer, wenn im Studio schon alle Lichter aus sind. Das ist dann natürlich ärgerlich. Aber heutzutage, dank Smartphones eigentlich auch kein großes Problem mehr. Dir schwirrt etwas im Kopf rum? Smartphone raus, Aufnahmetaste drücken und die Idee in irgendeiner Weise Aufnehmen. Das kannst Du direkt mit Deinem Instrument machen oder wenn Du nichts zur Hand hast, auch einfach ein summen. Hauptsache Deine Idee ist irgendwo hinterlegt. Oftmals sagt man sich „ach, das vergesse ich schon nicht“ , Spoiler, Du wirst es sicher vergessen.

6. Steckt der Song in einer Sackgasse, lass ihn liegen

Oftmals ist es so, dass man sich an einem Punkt bewegt, an dem es nicht mehr weiter geht . Man neigt gerne dazu das vorhandene Material einfach zu löschen, wenn man an diesem Punkt angekommen ist. Das ist ein großer Fehler. Liegen lassen statt löschen ist hier die Devise. Und ab an den nächsten Song . So entsteht im Laufe der Zeit ein großes „Songfolio“ an Songs, die nicht fertiggestellt worden. Und dann kannst Du dich wieder daran setzten und es zu Ende bringen. Das klappt dann auch in den meisten Fällen.